Главная страница «Первого сентября»Главная страница журнала «Немецкий язык»Содержание №23/2007

Sonderthema

Stimmen über Heine

«Heine lässt die Weltkugel zwar nicht im hellen Sonnenschein auf der Fingerspitze tanzen wie Goethe, sondern er zerschlägt sie, aber er tut es nur, ... um den einzelnen Stücken dann den reinsten Schliff zu geben. Dabei kommt noch immer Lust und Leben heraus.»

Friedrich Hebbel

«Er ist der unsterbliche Vater der modernen deutschen Prosa, ob sie nun die Schönheit der Landschaft und des Lebens widerstrahlt oder die Kümmerlichkeit des deutschen Spießbürgertums verhöhnt. Von ihm aus gehen jene deutschen politischen Dichter, die von Frank Wedekind bis Bertold Brecht, von Erich Mühsam bis Erich Weinert allen Leidenden, Gequälten, Verfolgten und Rebellen das Bürgerrecht in der Weltliteratur erworben haben.»

Arnold Zweig

«Die Ursprünglichkeit und Selbstständigkeit dieser lyrischen Ergüsse zeigt sich schon dadurch offenbar, dass es vor Heine in unserer Literatur nichts dieser Art gegeben und seit seinem Auftreten schon mehrere Nachahmungen seiner Weise, doch mit geringem Glück, versucht worden.»

Varnhagen von Ense

«... ich erfreute mich des seltenen Vergnügens, bei einem deutschen Literator gesunden Menschenverstand zu finden.»

Franz Grillparzer

«Heine ist die giftig gewordene Romantik, der faulig gewordene Gärungsprozess, der ihre Auflösung in ein Afterbild der modernen Freiheit des Selbstbewusstseins darstellt ...»

Friedrich Theodor Vischer

«Heine ist der amüsanteste deutsche Klassiker. Er hat alle Vorzüge eines genialen Journalisten, alle grimmigen Tugenden eines Humoristen. Er ist ein großer Lyriker. Mit dem ganzen Märchenglanz und Traumleben der Romantik blieb er der witzigste Realist der deutschen Literatur.»

Hermann Kesten